Was macht das Enterisches Nervensystem (ENS)?

Das Enterische Nervensystem (ENS), oft als „Bauchhirn“ bezeichnet, ist ein eigenständiges Nervensystem im Magen-Darm-Trakt. Es besteht aus einem dichten Netzwerk von etwa 100 Millionen Nervenzellen – mehr als im Rückenmark – und steuert weitgehend autonom die Verdauung.

Das ENS ist über die Darm-Hirn-Achse mit dem zentralen Nervensystem (ZNS) verbunden, vor allem durch den Vagusnerv – siehe Foto rechts. Es kommuniziert mit dem Gehirn, kann aber auch unabhängig davon agieren – deshalb nennt man es das „zweite Gehirn“.

Hauptfunktionen:

• Steuerung der Darmbewegungen: Koordination der Muskelkontraktionen für den Transport von Nahrung.
• Regulierung der Sekretion: Kontrolle der Freisetzung von Verdauungssäften und Schleim.
• Kommunikation mit dem zentralen Nervensystem: Über den Vagusnerv und die Darm-Hirn-Achse gibt es eine bidirektionale Verbindung zum Gehirn.
• Beeinflussung der Immunabwehr: Steuerung von Entzündungsprozessen im Darm.
• Einfluss auf Stimmung und Emotionen: Produktion von Neurotransmittern wie Serotonin (ca. 90 % des körpereigenen Serotonins entstehen im Darm).

Besonderheiten:

• Es kann unabhängig vom Gehirn agieren, weshalb es als „zweites Gehirn“ bezeichnet wird.
• Es spielt eine wichtige Rolle bei Erkrankungen wie Reizdarmsyndrom, Morbus Crohn und Colitis ulcerosa.
• Es interagiert mit der Darmflora (Mikrobiom) und beeinflusst damit das allgemeine Wohlbefinden.

Zusammenhang zwischen ENS und der Angst:

Das Enterische Nervensystem spielt eine wichtige Rolle bei Angst und anderen emotionalen Zuständen. Das liegt an der engen Verbindung zwischen Darm und Gehirn – der sogenannten Darm-Hirn-Achse. Hier sind einige zentrale Zusammenhänge:

Serotoninproduktion und Stimmung
• Rund 90 % des körpereigenen Serotonins (das „Glückshormon“) werden im Darm produziert.
• Serotonin beeinflusst nicht nur die Verdauung, sondern auch die Stimmung und emotionale Stabilität.
• Ein Ungleichgewicht kann zu Angststörungen, Depressionen und Stressanfälligkeit beitragen.

Mikrobiom und Angststörungen
• Die Darmflora beeinflusst das ENS und damit die Kommunikation mit dem Gehirn.
• Studien zeigen, dass ein ungleichgewichtiges Mikrobiom mit Ängsten, Depressionen und Stressreaktionen verbunden ist.
• Probiotische Nahrung („gute Bakterien“) kann helfen, Ängste zu reduzieren.

Vagusnerv: Verbindung zwischen Bauch und Gehirn
• Der Vagusnerv ist die Hauptverbindung zwischen ENS und Gehirn.
• Er überträgt Signale vom Darm ans Gehirn und umgekehrt.
• Chronischer Stress kann den Vagusnerv schwächen, was Angst und Verdauungsprobleme verstärken kann. Stress und Darmprobleme
• Stress aktiviert das vegetative Nervensystem, was Magen-Darm-Beschwerden wie Reizdarmsyndrom oder Magenschmerzen verstärken kann.
• Menschen mit Reizdarmsyndrom leiden häufiger an Angststörungen – das ENS ist dabei ein wichtiger Faktor.

Zusammengefasst: Das ENS ist also weit mehr als nur eine Verdauungssteuerung – es beeinflusst maßgeblich unsere Emotionen und unser Wohlbefinden. Wichtige Zusatzfaktoren:
• Gesunde Ernährung (ballaststoffreiche Kost, fermentierte Lebensmittel) für eine stabile Darmflora.
• Atemübungen und Meditation, um den Vagusnerv zu aktivieren.
• Probiotika1) und Präbiotika2) zur Unterstützung des Mikrobioms.
• Bewegung, um Stress abzubauen und das ENS positiv zu beeinflussen.

Noch zu berücksichtigen: Probiotika = „Gute Bakterien“ & Präbiotika = „Futter für gute Bakterien“

1. Probiotika – Lebende Bakterien für den Darm

Was sind sie?
• Probiotika sind lebende Mikroorganismen (meist Bakterien oder Hefen), die sich positiv auf den Darm auswirken.
• Sie helfen, das Gleichgewicht der Darmflora zu erhalten oder wiederherzustellen.

Wo sind sie enthalten?
• Fermentierte Lebensmittel wie zum Beispiel Joghurt, Kefir, Sauerkraut, Kimchi, Miso, Kombucha.
• Probiotische Nahrungsergänzungsmittel in Kapseln oder Pulverform.

Wirkung:
• Unterstützen die Verdauung
• Stärken das Immunsystem
• Können Angst & Stress reduzieren (Darm-Hirn-Achse)
• Helfen bei Reizdarmsyndrom und Verdauungsproblemen

2. Präbiotika – Nahrung für die guten Bakterien

Was sind sie?
• Präbiotika sind Ballaststoffe und spezielle Pflanzenstoffe, die als „Futter“ für die guten Darmbakterien dienen.
• Sie fördern das Wachstum und die Aktivität von nützlichen Mikroorganismen.

Wo sind sie enthalten?
• Ballaststoffreiche Lebensmittel: Zwiebeln, Knoblauch, Lauch, Spargel, Bananen, Hafer, Hülsenfrüchte, Chicorée,
Flohsamenschalen.

Wirkung:
• Fördern das Wachstum gesunder Darmbakterien
• Regulieren die Verdauung und beugen Verstopfung vor
• Immunsystem stärken

Zusammenfassung:
• Probiotika liefern gute Bakterien
• Präbiotika füttern diese guten Bakterien
• Eine Kombination aus beiden ist ideal für eine gesunde Darmflora

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